Fahnenmasten-Wiki

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Was ist ein Fahnenmast

Ein Fahnenmast ist ein freistehendes, senkrecht im Boden verankertes Tragwerk, an dem eine Fahne gehisst und wieder eingeholt werden kann. Er besteht im Kern aus drei Funktionsgruppen: einer Verankerung im Untergrund, einem Mastrohr, das die Fahne in die Höhe bringt, und einer Hissvorrichtung, mit der sich das Tuch bewegen lässt.

Diese dritte Gruppe ist es, die den Mast vom blossen Rohr unterscheidet. Ohne Hissvorrichtung liesse sich die Fahne nur beim Aufstellen anbringen — nicht wechseln, nicht auf halbmast setzen, bei Sturm nicht einholen.

Abgrenzung zu verwandten Begriffen

Die Umgangssprache wirft mehrere Dinge zusammen, die technisch verschieden sind:

  • Fahnenstange bezeichnet meist die kurze, oft hölzerne Stange, an der eine Fahne getragen oder in eine Halterung gesteckt wird. Sie hat keine Hissvorrichtung und keine Verankerung im Boden.
  • Wandausleger oder Fahnenhalter werden schräg an einer Fassade befestigt. Die Fahne hängt fest daran und wird nicht gehisst. Mehr dazu unter Wandmasten und Halterungen.
  • Ausleger ist im Mastbau kein eigener Mast, sondern ein waagrechter Arm am oberen Mastende. Er spannt die Fahne seitlich ab, damit sie sich nicht um den Mast wickelt — siehe Auslegermast.
  • Beachflag ist eine mobile Werbefahne mit eigenem, gebogenem Gestänge und ohne Hissvorrichtung. Sie zählt zu den Fahnensystemen, nicht zu den Fahnenmasten.

Das Grundprinzip

Der Mast trägt keine ruhende Last, sondern eine bewegliche. Eine Fahne ist ein Segel: Sie fängt Wind, überträgt die Kraft in den Mastkopf und von dort als Biegemoment in die Verankerung. Je höher der Mast und je grösser die Fahne, desto grösser das Moment am Mastfuss — und zwar überproportional, weil beide Faktoren zusammenwirken.

Aus diesem Zusammenhang folgt fast alles Weitere: warum Masten konisch gebaut werden, warum die Wandstärke unten grösser ist als oben, warum die Fahnengrösse zur Masthöhe passen muss und warum das Fundament nicht beliebig klein ausfallen darf. Diese Zusammenhänge behandelt das Kapitel Statik, Windlast und Sicherheit.

Woraus Masten gebaut werden

Der heute übliche Werkstoff ist Aluminium. Es ist leicht genug, dass sich ein Mast von Hand aufrichten lässt, korrodiert im Freien nicht durchdringend und lässt sich zu konischen, also nach oben schlanker werdenden Rohren ziehen. Oberflächen sind meist farblos eloxiert in Silbergrau oder pulverbeschichtet in Weiss.

Daneben gibt es Masten aus Stahl, glasfaserverstärktem Kunststoff und Holz. Holzmasten haben vor allem im traditionellen und ländlichen Umfeld noch ihren Platz, verlangen aber laufenden Unterhalt.

Wie es weitergeht

Welche Bauteile ein Mast im Einzelnen hat, zeigt die Seite Aufbau und Bauteile. Welche Bauformen es gibt, steht im Kapitel Masttypen. Begriffe schlägt man im Glossar nach.

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