Fahnenmasten-Wiki

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Inhaltsverzeichnis

11. Glossar

Fachbegriffe rund um Fahnenmasten, alphabetisch geordnet. Begriffe zum Fahnentuch selbst — Besatzband, Hohlsaum, Konfektion, Gewebearten — stehen im Glossar des Fahnen-Wikis.

A

Ausleger — Waagrechter Arm am Mastkopf, an dem das Tuch oben abgespannt wird. Verhindert, dass sich die Fahne um den Mast wickelt, und hält sie auch bei wenig Wind lesbar. Meist drehbar gelagert. Siehe Auslegermast.

Abspannung — Seile, die einen Mast schräg gegen den Boden verspannen. Bei mobilen Masten eine Alternative zum Gewichtsfuss.

B

Basiswinddruck — Der nach SIA 261 für einen Ort anzusetzende Staudruck in kN/m², Ausgangswert jeder Windlastberechnung. Siehe Windlastzonen Schweiz.

Beulen — Örtliches Einknicken der Rohrwand unter Druck. Geht dem eigentlichen Bruch voraus und ist der Grund, warum Dellen im Mastrohr ernst zu nehmen sind.

Biegemoment — Das Produkt aus angreifender Kraft und Hebelarm. Am Mastfuss am grössten, am Mastkopf null. Bestimmt die konische Bauform des Masts.

Bodenhülse — Im Fundament einbetoniertes Rohrstück, das den Mast aufnimmt. Ermöglicht das Herausziehen des Masts für Unterhalt oder Winterlagerung.

Bodenplatte — Beschwerter Fuss für mobile Masten, der die Standsicherheit allein aus Eigengewicht erzeugt.

D

Drehkopf — Um 360 Grad drehbarer Aufsatz am Mastkopf. Lässt die Fahne dem Wind folgen, statt sie gegen den Mast zu drücken.

E

Einspannstelle — Der Übergang vom Mast in die Bodenhülse. Höchstbeanspruchte Stelle des ganzen Masts und typischer Ort von Ermüdungsschäden.

Eloxieren — Elektrochemisches Verfahren, das eine harte Oxidschicht auf dem Aluminium erzeugt. Übliche Ausführung ist farblos eloxiert in Silbergrau.

F

Fall — Seemännische Bezeichnung für das Hissseil. Aus der Schiffssprache übernommen, wie ein grosser Teil des Beflaggungsvokabulars.

Fundament — Betonkörper, der das Kippmoment des Masts in den Baugrund einleitet. Dimensionierung nach Masthöhe, Fahnengrösse und Bodenbeschaffenheit.

G

Gegengewicht — Gewicht am Hissseil, das dieses auf Zug hält. Erleichtert das Einholen und verhindert das Schlagen der Leine gegen den Mast.

Geländekategorie — Einstufung der Umgebung nach ihrer Rauheit (offenes Gelände bis Stadtzentrum). Geht in die Windlastberechnung ein.

H

Halbmast — Trauerbeflaggung, bei der die Fahne auf etwa zwei Drittel der Masthöhe gesetzt wird. Zum Protokoll siehe Fahnen-Wiki.

Hissseil — Das Seil, an dem die Fahne bewegt wird. Übliche Spezialseile erreichen rund 600 kg Reisskraft. Verschleissteil.

Hissvorrichtung — Sammelbegriff für alles, was das Bewegen der Fahne ermöglicht: Seil, Umlenkung, Abbindung, gegebenenfalls Winde.

Hohlsaum — Offener Saum am Tuch, durch den eine Stange gezogen wird. Bei Beachflags und Knatterfahnen üblich, nicht bei gehissten Fahnen am Mast.

K

Kandelaberfahne — Fahne an einem Strassenkandelaber oder Lichtmast, zwischen Auslegern gespannt. Siehe Sonderformen.

Keder — Kunststoffprofil zur Befestigung des Tuchs, schont Tuch und Mastoberfläche.

Knatterfahne — Hochformatige Fahne, die an einem Ausleger geführt wird. Der Name spielt auf das Geräusch des frei flatternden Tuchs an.

Konisch — Nach oben schlanker werdende Bauform des Mastrohrs. Folgt dem Momentenverlauf und spart Material und Gewicht dort, wo beides nicht gebraucht wird.

Kurbelmast — Mast mit eingebauter Seilwinde und abziehbarer Handkurbel. Siehe Kurbelmast.

M

Mastrohr — Das tragende Rohr des Masts, meist aus Aluminium, meist konisch und mehrteilig.

P

Pulverbeschichtung — Aufgebrachte und eingebrannte Pulverlackschicht. Übliche Ausführung bei Fahnenmasten ist Weiss (RAL 9010).

S

Seilwinde — Mechanismus im Kurbelmast, der das Hissseil aufwickelt und die nötige Kraftübersetzung liefert.

SIA 261 — Schweizer Norm «Einwirkungen auf Tragwerke». Regelt unter anderem die anzusetzenden Windlasten.

Steckmast — Mehrteiliger Mast, dessen Rohrschüsse beim Aufstellen ineinandergesteckt werden.

Staudruck — Der Druck, den die anströmende Luft auf eine Fläche ausübt. Wächst mit dem Quadrat der Windgeschwindigkeit.

T

Teleskopmast — Mast aus ineinander geführten, ausziehbaren Rohren. Höhenverstellbar, aber weniger belastbar als ein Steckmast.

Türchen — Verschliessbare Klappe im unteren Mastbereich, über die das innenliegende Hissseil bedient wird. Siehe Türchenmast.

Tülle — Kunststoffelement zur Befestigung des Tuchs am Seil oder am Mast.

W

Wandausleger — An der Fassade befestigter Arm, an dem eine Fahne hängt. Siehe Wandmasten und Halterungen.

Widerstandsmoment — Kennwert des Rohrquerschnitts für die Biegetragfähigkeit. Wächst überproportional mit dem Durchmesser.

Wirbel, gefederter — Federndes Verbindungselement zwischen Seil und Tuch, das Lastspitzen aus Böen dämpft.

Z

Zentrierring — Ring in der Bodenhülse, der den Mast lotrecht und spielfrei hält. Tragendes Element, kein Zubehör — ein ausgeschlagener Zentrierring führt zu Ermüdung an der Einspannstelle.

Zugentlastung — Konstruktive Massnahme, die verhindert, dass die Zugkraft punktuell auf eine Naht oder Öse wirkt.

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